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30 Jul
Alice Horáčková: "Geteiltes Haus"

880 Seiten starker Familienroman aus dem Riesengebirge - aus dem Tschechischen übersetzt von Sophia Marzolff. Das Buch erscheint im August 2026 im Handel.

Benetzko im Riesengebirge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hier wachsen zwischen Regimewechseln und verheerenden Kriegen auch Zdenka und Anežka auf. Die eine tschechisch, die andere deutsch, werden sie beide eigensinnige Frauen, die im Laufe der Jahrzehnte mit so einigem kämpfen und hadern - wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern, desertierenden Kindern oder ihren Nationalitäten - und vieles verlieren, aber niemals ihre Freundschaft.

Im Sudetenland begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche - nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat. Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben. Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie - von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden - webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.

Die Autorin: Alice Horáčková, 1980 in Prag geboren, studierte Sozialwissenschaften an der Karls-Universität. Ihr erstes Buch, "Vladimíra Čerepková" (Argo, 2014), die literarische Biografie einer vergessenen Beat-Dichterin, wurde für den Josef-Škvorecký-Preis und den Magnesia Litera 2014 für die Entdeckung des Jahres nominiert. "Geteiltes Haus" ist ihr zweites belletristisches Buch und das erste, das auf Deutsch erscheint. Horáčková lebt als freiberufliche Schriftstellerin in Prag.


Alice Horáčková: "Geteiltes Haus". Zürich (Diogenes) 2026

ISBN: 978-3-257-07400-0

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