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17 Nov
Außenminister Lipavský beriet in London über Ukraine, Balkan und Afrika

Außenminister Jan Lipavský (Piraten) traf sich in London mit seinem britischen Amtskollegen James Cleverly und dem Staatsminister für internationalen Handel, Greg Hands. Ziel der Reise war es, die traditionell engen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich der Tschechischen Republik in den Bereichen Außenpolitik, Sicherheit und Handel zu vertiefen und die Umsetzung des Memorandums über die Zusammenarbeit zwischen den Außenministerien, zu erörtern. Zum Abschluss seines Besuchs erhielt Lipavský den Magnitsky-Preis für seinen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte.

Die Außenminister von Großbritannien und Tschechien, James Cleverly und Jan Lipavský

Bild: Facebook/Jan Lipavský - ministr zahraničí ČR

"Wir haben bekräftigt, dass unsere beiden Länder in wichtigen Fragen ähnliche oder gleiche Ansichten haben", resummierte Außenminister Lipavský seinen Besuch bei Cleverly. Beide Minister trafen einander zum ersten Mal. Beide Länder stünden vor ähnlichen außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen, so Lipavský. Es gebe eine starke Koordinierung und einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen London und Prag zu Themen wie der russischen Aggression in der Ukraine, China, hybriden Bedrohungen, Cybersicherheit und Terrorismusbekämpfung.

"Ein wichtiges gemeinsames Thema ist die entschlossene Unterstützung der Ukraine, von der Durchsetzung der Sanktionen über militärische und humanitäre Hilfe bis hin zur Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte. Ich habe auch den britischen Minister aufgefordert, eine aktivere Rolle zu spielen und bei der Einrichtung des internationalen Tribunals stärker mitzuwirken", sagte der oberste tschechische Diplomat.

Cleverly und Lipavský vereinbarten weiters die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe für die Zusammenarbeit in Afrika und erörterten ihre Position zu China und dem westlichen Balkan. Die Stabilität der Region ist für Europa als Ganzes von entscheidender Bedeutung, sagten beide Minister.

Lipavský sprach mit Staatsminister Greg Hands vor allem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Kernenergie, Informationstechnologie und Gesundheitswesen. "Wir haben eine sehr ähnliche Auffassung davon, wie der internationale Handel funktioniert. Sowohl die Tschechische Republik als auch das Vereinigte Königreich unterstützen den freien internationalen Handel auf der Grundlage klar definierter Regeln", sagte der tschechische Außenminister.

Zum Abschluss seines Besuchs erhielt Lipavský den renommierten Magnitsky-Preis für seinen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte. "Dies ist nicht nur eine Auszeichnung für mich, sondern für alle, die an der Schaffung des neuen Sanktionsrechts mitgewirkt haben. Es ist eine große Ehre für mich, mich in die Reihe der bedeutenden Magnitsky-Preisträger wie Alexei Nawalny und John McCain einzureihen", sagte der Piraten-Politiker.


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