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CZ-Fußballpräsident Trunda unterstützt Infantinos WM-Pläne

Im Gegensatz zur offiziellen Position der UEFA hat sich der Präsident des tschechischen Fußballverbandes FAČR, David Trunda, wohlwollend gegenüber den Plänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino, die Ausrichtung künftiger Fußball-Weltmeisterschaften an private Unternehmen zu verkaufen, geäußert. In einem Interview mit Sky News sprach er von "praktischen Vorteilen" für den tschechischen Fußball. Dem widersprach der tschechische Ligaverband LFA, der die Haltung der UEFA vertritt und Trunda für sein Engagement für Infantino scharf kritisierte.

FIFA-Präsident Gianni Infantino

Bild: Von Bryan Berlin, CC BY-SA 4.0

Die Mitgliedstaaten des Europäischen Fußballverbands (UEFA) haben beschlossen, die Weltmeisterschaft und andere Wettbewerbe zu boykottieren, sollte der Weltverband FIFA die Rechte an den wichtigsten Turnieren der Welt an private Investoren verkaufen. Laut der Times sind Personen aus dem Umfeld von FIFA-Friedenspreisträger Donald Trump in den Vermarktungsplan involviert. Der Vorschlag der FIFA wurde auch vom CONCACAF-Verband, dem die drei Organisatoren der diesjährigen Weltmeisterschaft angehören, abgelehnt.

"Natürlich brauchen wir noch weitere Einzelheiten, aber meiner persönlichen Ansicht nach sind die positiven Auswirkungen der Absichten der FIFA erkennbar," sagte Trunda gegenüber Sky News. Das Ausscheren des tschechischen Fußballverbandes hat in Europa für enormes mediales Aufsehen gesorgt.

"Wenn private Investoren die FIFA-Wettbewerbe übernehmen würden, würde sich der Fußball für immer verändern. Profit würde zur Notwendigkeit werden, kommerzielle Interessen würden alle Entscheidungen in allen Wettbewerben, einschließlich des Spielplans, beeinflussen. Dieses Modell hat im Fußball keinen Platz. Die Zukunft des Fußballs darf nicht in den Händen derer liegen, deren Hauptinteresse finanzieller Gewinn ist", verlautete die UEFA in einem aktuellen Statement.

Klare Ablehnung des tschechischen Ligaverbandes gegen die FIFA-Pläne

Zu den Äußerungen Trundas sah sich die LFA zu einer öffentlichen Stellungnahme veranlasst: "Angesichts der unklaren öffentlichen Äußerungen von Herrn David Trunda, dem Vorsitzenden des Tschechischen Fußballverbands (FAČR), sieht sich der tschechische Ligaverband (LFA) veranlasst, die Positionen der UEFA hinsichtlich der jüngsten Vorschläge der FIFA - sowohl zur Gründung einer eigenen kommerziellen Tochtergesellschaft als auch zur Vermarktung von Minderheitsbeteiligungen an dieser sowie zu den Änderungen an den FIFA-Wettbewerben - klar und bedingungslos zu unterstützen. Die Tschechische Liga steht in dieser Situation voll und ganz hinter der UEFA und ihrem Präsidenten Aleksander Čeferin", so die LFA.

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