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Fußball: Zbrojovka Brno ist zurück in der höchsten Liga

Nach fast drei Jahren zählt der Brünner Traditionsklub wieder zur Elite des tschechischen Fußballs. Nachdem der Verein in der vorigen Saison bereits kurz davor war, in die dritte Liga abzusteigen und sich vom Profifußball zu verabschieden, konnte durch einen Neustart nicht nur das Schlimmste verhindert werden, sondern nun sogar der Aufstieg in die höchste Liga fixiert werden. Jetzt gilt es, die Liga zu halten, um nicht wie 2020 und 2022 gleich wieder abzusteigen.

Bild: Zbrojovka Brno 

Die Wende begann Anfang 2024 mit der OneCap-Investmentgruppe von Jaroslav Havel und Jan Mynář, die in Absprache mit der Handelskammer Brünn die Geschäftsführung von Zbrojovka übernahmen und eine rund neunmonatige Restrukturierungsphase einleiteten. Die OneCap-Group investierte fast 80 Millionen Kronen (3,3 Mio. Euro) in den Verein. Die Mittel flossen hauptsächlich in die Verstärkung des Spielerkaders und in die Nachwuchsförderung. Zbrojovka gestaltete zudem seine Kommunikation mit der Öffentlichkeit grundlegend um und erweiterte sein Partnernetzwerk auf insgesamt 60 Unternehmen. Am 19. August  2025 wurde bekannt gegeben, dass Vojtěch Kačena neuer Mehrheitseigentümer des Vereins wird, während die OneCap-Gruppe einen Anteil von einem Fünftel behält.

Vom Abstiegskandidaten zum souveränen Meister

Nach 23 Spieltagen der Saison 2024/25 belegte Zbrojovka den 14. Tabellenplatz, in einer sehr ausgeglichenen Liga - nur ein Punkt trennte sie von den Abstiegsrängen, und umgekehrt nur neun Punkte vom fünften Platz. Der neu installierte Trainer Martin Svědík leitete jedoch eine beispiellose Siegesserie ein, die mit einem überzeugenden 4:1-Sieg gegen den Rivalen Líšeň (ab Mai 2025: Artis Brno) im eigenen Stadion begann. Zbrojovka beendete die Saison weit über den Erwartungen auf dem 7.  Platz der zweiten Liga und ging als heißer Kandidat für den Wiederaufstieg in die Saison 2025/26. Diese Erwartungen wurden souverän erfüllt.

Die erste Liga ist geschafft, jedoch es fehlt das Stadion

Bild: Zbrojovka Brno 

Zbrojovkas Achillesferse bleibt das baufällige Stadion in der Srbská (Serbische Gasse), wo der Verein noch die nächsten Jahre spielen wird. In Brünn setzt man daher auf den Bau eines neuen Stadions hinter dem legendären Lužánky-Stadion, das der Besitzer von Zbrojovka, Kačena, aus eigener Tasche finanzieren will. Die Stadt ist inzwischen bemüht, das derzeitige Stadion zumindest Erste-Liga-tauglich zu machen. Dazu kommt die geringe Zuseherkapazität von 10.200, die für Spiele gegen Sparta oder Slavia Prag viel zu gering ist.

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