
Der Fußballklub Paphos FC aus Zypern schien nach dem starken Auftritt gegen Barcelona ein schlagbarer Gegner zu sein. Aber es kam anders. Die Prager gingen mit 1:4 auf der Insel unter. Der Verein entschuldigte sich bei den rund 500 mitgereisten Fans und erstattet die Eintrittspreise.

Fotos: Slavia Praha
In der 17. Minute kam bereits der erste Schock: Nach einer Ecke gelangte der Ball zu Vlad Dragomir, dessen Tausendguldenschuss landete von fast 30 Meter unhaltbar im Kreuzeck – 1:0. Youssoupha Mbodji hätte ausgleichen können, doch sein Kopfball war zu ungenau. Die Gäste brauchten einige Zeit, um sich wieder zu erholen, und kurz vor der Halbzeit fiel der ersehnte Ausgleich: David Douděra flankte in den Strafraum, der Torwart von Paphos kam nicht an den Ball, und Štěpán Chaloupek schob ihn zum 1:1 ins Tor.
Umstrittene Rote Karte entschied das Spiel
Chaloupek, der beste Slavianer in der ersten Halbzeit, musste in der Halbzeit verletzt ausscheiden. Die Gäste waren wieder im Spiel, doch es daurte nur acht Minuten, bis die Gastgeber wieder in Führung gingen. In der 53. Minute kam Bruno Felipe im Strafraum zum Ball und versetzte die Prager Abwehr, inklusive Tormann. Sein Drehschuss landete nebe dem Pfosten im Tor der Slavianer - 2:1. Trainer Jindřich Trpišovský reagierte mit einem Doppelwechsel: Erik Prekop und Youssoupha Mbodji wurden ausgewechselt, für sie kamen Tomáš Chorý und Jan Bořil ins Spiel.
Doch es kam noch dicker. Der frisch eingewechselte Bořil wurde für ein, bei näherer Betrachtung reguläres Takling, als letzter Mann an der Strafraumgrenze vom deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler gleich wieder in die Kabine geschickt. Der VAR griff nicht ein, und so war das Match zugunsten der Zyprioten gelaufen. Slavia konnte mit 10 Mann nichts mehr entgegen setzen und die restlichen zwei Tore in der 84. und 87. Minute waren nur nochMakulatur.
Slavia bezahlt den Auswärts-Fans die Tickets
Stellungnahme von SK Slavia Prag nach dem Champions-League-Spiel gegen Paphos FC:
"Wir entschuldigen uns. Slavia kann sich so nicht präsentieren, insbesondere nicht in der Champions League. Wir erstatten allen Fans, die nach Zypern gereist sind, um sie zu unterstützen, die Eintrittsgelder zurück. Vielen Dank, dass Sie uns auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue gehalten haben. Wir werden alles daransetzen, Ihnen im Frühling die Freude am Fußball zurückzubringen."