
Tschechiens Fußball liegt am Boden. Die Nationalmannschaft wurde Gruppenletzter bei der WM, im Klubfußball sind die Tschechen international allerhöchstens Mittelmaß und obendrein zieht sich der Gestank eines großen Wettskandals durch die unteren Ligen. Nationaltrainer Miroslav Koubek warf das Handtuch - für Fußballpräsident David Trunda ist jetzt der Zeitpunkt für einen Neubeginn.

In der Frage nach einem möglichen Nachfolger für Nationaltrainer Miroslav Koubek schloss der Vorsitzende des tschechischen Fußballverbands (FAČR), David Trunda, ausländische Kandidaten nicht aus. Dies verriet er in einem Interview mit dem Nachrichtenportal idnes.cz. Seiner Meinung nach müsse man aus den gewohnten Bahnen des tschechischen Fußballs ausbrechen.
Koubek trat vorzeitig von seinem Amt zurück, nur wenige Tage nachdem die tschechische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA bereits in der Gruppenphase ausgeschieden war. Laut Buchmachern ist derzeit Luboš Kozel, der den Erstligisten aus Jablonec trainiert, der größte Favorit auf den frei gewordenen Posten. Es könnte aber auch eine ausländische Option im Spiel sein.
"Natürlich hängt diese Entscheidung nicht nur von mir ab. Ich habe Respekt vor allen tschechischen Trainern, wir haben einige absolut hervorragende Trainer, die ich sehr schätze. Aber persönlich denke ich, dass es an der Zeit sein könnte, einen ausländischen Trainer zu verpflichten, der uns dabei hilft, aus dem Rahmen des tschechischen Fußballs auszubrechen", erklärte Trunda und fühte hinzu: "Wenn wir etwas verändern wollen, ist eine umfassende Umstrukturierung der tschechischen Nationalmannschaft erforderlich. Ich denke, dass im Funktionieren der Nationalmannschaft vieles geändert werden muss."