Web Analytics
Attraktion im Frühjahr: Die Matthäus-Kirmes in Prag

Die Matthäus-Kirmes findet traditionell jedes Jahr im Frühling auf dem Messegelände in Prag-Holešovice statt. Auf Erwachsene und Kinder warten hier Spukschlösser, Schießbuden, Karusselle, Schaukeln, Springburgen, Sturmboote oder "Loch Ness". Zu großen Attraktionen gehören auch die Achterbahn ein Hochkarussell und das Riesenrad. Auf der Kirmes kommt das leibliche Wohl keineswegs zu kurz.

Bilder: Matějská pouť

Die Matthäus-Kirmes (Matějská pouť) ist die älteste und bekannteste Prager Kirmes, die sich im Laufe ihrer jahrhundertelangen Existenz einen festen Platz unter den bedeutendsten Unterhaltungsveranstaltungen in Tschechien erobert hat. Ihre Tradition reicht bis ins Jahr 1595 zurück, was sie zu einer der ältesten Kirmesveranstaltungen Europas macht. Jedes Jahr kommen Tausende von Besuchern nicht nur wegen der Attraktionen, sondern auch wegen der einzigartigen Atmosphäre, die historisches Erbe mit moderner Unterhaltung verbindet.

Ursprünglich war die Matth#us-Wallfahrt ein rein religiöses Ereignis zu Ehren des Heiligen Matthäus, dessen Festtag auf den 24. Februar fällt. Die Menschen kamen in die kleine St.-Matthäus-Kirche in Hanspaulka (Prag 6), um zu beten und um Gottes Gunst, Schutz und Gesundheit zu bitten. Teil der Wallfahrt waren auch kleine Stände mit Lebkuchen, Kerzen und anderen handwerklichen Produkten.

Mit zunehmender Beliebtheit und immer mehr Besuchern reichte der ursprüngliche Platz bei der St.-Matthäus-Kirche jedoch nicht mehr aus, weshalb sich die Pilger und Standbetreiber näher an den damals dünn besiedelten Vítězné náměstí (Soegesplatz, im Volksmund "Kulaťák") verlegten. Neben der religiösen Dimension wurde die Wallfahrt immer mehr zu einem Ort der Begegnung, des Feierns und des Volksfestes.

Im 20. Jahrhundert war dann die Matthäus-Kirmes fest im Leben der Prager verwurzelt. In der Zeit der Ersten Republik (1918–1938) stand sie im Zeichen eleganter Attraktionen - wunderschön geschmückter Karussells, der ersten Achterbahnen und einer bunten Auswahl an Ständen mit Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und handgefertigten Spielzeugen.

Obwohl die Jahrmärkte aufgrund ihrer kirchlichen Wurzeln vom kommunistischen Regime nicht ganz willkommen waren, war ihre Popularität so groß, dass sie nicht abgeschafft werden konnten. Im Jahr 1960 wurde beschlossen, dass der Jahrmarkt den traditionellen Standort rund um den Kulaťák verlassen muss, und er begann, an verschiedene Orte in Prag zu ziehen.

Erst 1963 fand sie ihren endgültigen Platz auf dem Messegelände in Holešovice (Hollecshowitz), das viel mehr Platz für die Erweiterung der Attraktionen und die Modernisierung der Unterhaltung bot. Diese Veränderung ermöglichte es, auch erste ausländische Attraktionen, vor allem aus Deutschland und den Niederlanden, nach Prag zu holen, und so begann sich die Matthäus-Kirmes, zu einem internationalen Vergnügungspark zu entwickeln.


Werbung/Inzerce


Kommentare
* Die E-Mail wird auf der Webseite nicht angezeigt