Web Analytics
Přechody 2026: Kulturfestival in Gmünd und České Velenice

Am letzten Juliwochenende (24.-26.7.) wird die Doppelstadt Gmünd-České Velenice wieder zu einem kulturellen Hotspot in Europa. Mit 50 Veranstaltungen quer durch alle Sparten von Musik bis Theater, Ausstellungen und Workshops, an 10 ungewöhnlichen Plätzen in beiden Städten, zeigt das vor 22 Jahren gegründete Kulturfest, was es kann.

Nächtliche Performance: "V.O.S.A."

Bild: V.O.S.A.

Otto Lechner spielt an einer Kirchenorgel, Anne Bennent liest dazu Rilke-Gedichte, der Ausnahmegitarrist Peter Ratzenbeck ist in einer tschechischen Kirche zu hören, die Gruppe Via Dacă reist eigens für das Festival aus Moldawien an und wird traditionellen Folk mit Elektroklängen kombinieren, von der Drummergruppe Wild Sticks aus Budweis, die sich mit einer Brassband verstärkt hat, kann man sich ein rythmisches Feuerwerk erwarten, die Performancegruppe V.O.S.A. aus Prag verzaubert mit riesigen Wasserwesen den nächtlichen Schlossparkt und Robert Menasse spricht zur Eröffnung direkt an der Staatsgrenze über Europa und diesen besonderen Platz.

Insgesamt 50 Veranstaltungen bietet das größte grenzüberschreitende Festival Europas, das von einer kleinen engagierte Gruppe Menschen rund um Thomas Samhaber und Brigitte Temper-Samhaber bei freiem Eintritt alle zwei Jahre organisiert wird. "Wir sind bewusst ein nicht-kommerzielles Festival. Von denen gibt es immer weniger. Hier soll Kunst und Kultur für alle ohne Eintrittsgebühren erlebbar sein, drei Tage ein spannender Begegnungsraum mit offenem Horizont, geprägt von Neugier, Menschlichkeit und Spielfreude über Grenzen hinweg. Für diese Möglichkeit danken wir allen Unterstützern!", freut sich das Organisationsteam.

Mit dem Duo Fuss-Leichtfried, Slowklang, dem furiosen Frauentrio Mel*E und den Jumping Jungle, der coolsen Jugendband Österreichs, kommt der Jazz nicht zu kurz, wofür auch die 40 köpfige Südböhmische Symphonie Big Band sorgen wird.

Nejyla

Bild: Fabian Zebenholzer

Eher popig geht es bei Gabi Stattler and Friends zu und auch der aufsteigende Stern Nejyla ist, nachdem sie vor einigen Jahren den Přechody-Bandwettbewerb  gewonnen hat, diesmal im Hauptabendprogramm zu erleben wo Gerhard Reiter mit seiner Formation Garuda die Menschen auf eine musikalisch Weltreise mitnimmt.

Bildende Künsterinnen werden im Rahmen des Festivals den öffentlichen Raum inszenieren und Alltagwege zum Kunstpfad machen und der Kammerchor Gmünd hat sich die halbverfallene Kirche im nahem Krabonoš/Zuggers als Location ausgesucht.

Mit "connected places" gibt es heuer zusätzlich ein EU-gefördertes Projekt innerhalb des Festival, bei dem Aktivität angesagt ist: Acht Workshops, ein Stadtspaziergang, Kirchenführung und eine Radexkursion nach Paris, New York und London (drei kleine tschechische Grenzdörfer, die wirklich so heißen) laden zum aktiven Festivalerleben ein.

Trotz Baustelle und gesperrter Brücke wird das Festival viele "Übergänge (tschech.: přechody" anbieten und mit Shuttlebussen versuchen auch 2026 diese Grenze zu überwinden.

Möglich wird dieses Festival durch die Unterstützung der beiden Gemeinden, der Niederösterreichischen Landesregierung, dem Bundesministerium für Kultur, der EU-Regionalförderung, der Niederösterreichischen Arbeiterkammer, den Sponsoren und den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern des Vereins Übergänge/Přechody (Kontakt: festival@prechhody.eu).

Detailprogramm unter www.prechody.eu


Kommentare
* Die E-Mail wird auf der Webseite nicht angezeigt