
Der Automobilhersteller Škoda Auto wies im heurigen ersten Halbjahr einen Betriebsgewinn von knapp sechs Prozent aus. Dies gab der Mutterkonzern Volkswagen (VW) in einer Presseaussendung bekannt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls um über sechs Prozent und lag bei 16 Milliarden Euro.

Bild: Škoda Auto/Press
Škoda Auto bestätigte im ersten Halbjahr 2026 seine starke Position auf dem Weltmarkt mit 555.700 ausgelieferten Fahrzeugen weltweit, ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Europa (EU27+4) blieb der tschechische Automobilhersteller die zweitmeistverkaufte Marke und konnte seine Position aus dem ersten Quartal behaupten.
Škoda Auto ist bei den vollelektrischen Autos unter den Top 4 in Europa und hat weiteres Wachstumspotenzial
Angetrieben von der steigenden Kundennachfrage nach Elektrofahrzeugen stiegen die Auslieferungen der vollelektrischen Modelle Elroq und Enyaq um 48,3 Prozent auf 108.200 Fahrzeuge. Damit ist Škoda die viertmeistverkaufte Marke für batterieelektrische Fahrzeuge in Europa. Auch der Verkauf von Plug-in-Hybriden stieg um 11,8 Prozent auf 24.100 Fahrzeuge. Somit entschied sich mehr als jeder vierte Škoda-Kunde in Europa für ein elektrifiziertes Fahrzeug. Die kürzlich eingeführten vollelektrischen Modelle Epiq und Peaq verdoppeln das Elektrofahrzeugportfolio von Škoda und bieten weiteres Wachstumspotenzial. Für beide Modelle liegen bereits über 30.000 Bestellungen vor.
Der Umsatz von Škoda Auto stieg um 6,3 Prozent auf 16,0 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte ebenfalls um 6,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, die Umsatzrendite blieb mit 8,5 Prozent weiterhin sehr solide, und der Netto-Cashflow erhöhte sich um 14,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.
"Unsere Ergebnisse des ersten Halbjahres belegen eindrucksvoll, dass Škoda Auto das liefert, was zählt: Produkte, die unsere Kunden begeistern, nachhaltiges Wachstum und eine hohe Profitabilität. Wir haben unseren Marktanteil in Europa ausgebaut, unser globales Wachstum fortgesetzt und unsere Finanzperformance in einem anspruchsvollen Umfeld weiter verbessert. Dieser Erfolg basiert darauf, dass wir unseren Kunden zuhören, die richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt anbieten und die Effizienz unseres Unternehmens durch unser Programm 'Next Level Efficiency+' kontinuierlich steigern", sagte Klaus Zellmer, CEO von Škoda Auto.
Der Mutterkonzern Volkswagen befindet sich trotz des guten Ergebnis von Škoda in der Krise und büßt fast ein Drittel seines Gewinns ein
Der Gewinn nach Steuern des deutschen Automobilkonzerns Volkswagen ist im ersten Halbjahr um 30,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro (rund 75 Milliarden CZK) eingebrochen. Das Unternehmen teilte dies in seinem Ergebnisbericht mit. Das Betriebsergebnis des Konzerns sank im ersten Halbjahr um fast 12 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Der Umsatz des Volkswagen-Konzerns sank im ersten Halbjahr um 0,2 Prozent auf 158,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen teilte mit, dass es für das gesamte laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent rechnet. In der ursprüngliche Prognose war noch von einem Wachstum von bis zu drei Prozent die Rede.
Škoda Auto Group - Vergleich der Kennzahlen H1 2026 vs H1 2025
| H1 2026 | H1 2025 | +/- (%) | ||
| Lieferungen an Kunden | Autos | 555.700 | 509.400 | +9,1 |
| Produktion 3) | Autos | 609.300 | 572.900 | +6,4 |
| Umsatz 4) | Autos | 629.400 | 5822.000 | +8,2 |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 16.015 | 15.070 | +6,3 |
| Betriebsergebnis | Mio. € | 1.366 | 1.285 | +6,3 |
| Umsatzrendite | % | 8,5 | 8,5 | – |
| Investitionen | Mio. € | 825 | 783 | +5,4 |
| Netto-Cashflow | Mio. € | 1.660 | 1.453 | +14,3 |
Quelle: Škoda Auto
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