
Prag ist in Tschechien das Schlaraffenland für Arbeitnehmer, bezogen auf das Lohnverhältnis. Die finanzielle Kluft zu den Regionen wird immer größer, was logischerweise dazu führt, dass es immer mehr Tschechen in die Hauptstadt zieht. Der Zuwachs im Jahresvergleich liegt aktuell bei 1,8 Prozent. Dies geht aus den vorläufigen Daten des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) hervor.

Symbolbild: GettyImages
Der Durchschnittslohn in Prag stieg im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent auf 66.459 Kronen (2.750 Euro). Damit verdienten die Beschäftigten im Durchschnitt 3.874 Kronen (160 Euro) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Reallohn - unter Berücksichtigung der Inflationsrate von zwei Prozent - erhöhte sich somit um 4,1 Prozent. Landesweit stiegen die Löhne im Jahresvergleich um 6,4 Prozent und inflationsbereinigt real um 4,3 Prozent.
Der Durchschittslohn ist in Prag um 600 Euro höher als der in den Regionen
Die Einkommensunterschiede zu den Regionen sind teilweise gewaltig, so lag der Durchschnittslohn in der Hauptstadt um 14.493 Kronen 600 Euro) über dem landesweiten Durchschnitt, der im zweiten Quartal bei 51.966 Kronen (2.150) lag.
Die Loser in der Lohnspirale befinden sich in der Region Karlsbad, wo der Durchschnittslohn nur 44.476 Kronen (1.840 Euro) betrug, was ein Minus gegenüber Prag von über 900 Euro ergibt. Das geringste nominale Lohnwachstum wiederum verzeichnete die Region Zlín mit 2.311 Kronen (95 Euro).
Auch innerhalb der Branchen gibt es deutliche Lohnunterschiede
Die Löhne unterscheiden sich je nach Branche deutlich. Die Bestverdiener kommen mit durchschnittlich 90.948 Kronen (3.750 Euro) monatlich aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen sowie Angestellte im Finanz- und Versicherungswesen die nur geringfügig weniger verdienen. Am wenigsten wird hingegen weiterhin den Arbeitnehmern im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe bezahlt, die mit einem Schnitt von 30.394 Kronen (1.250 Euro) auskommen müssen.
Im Bereich der Verwaltungs- und Unterstützungsdienstleistungen liegt der Durchschnittslohn bei 40.387 Kronen (1.670 Euro) und im Bergbau und in der Gewinnung von Bodenschätzen bei 52.817 Kronen (2.180 Euro). Bei den sogenannten sonstigen Tätigkeiten gab es mit 0,2 Prozent das geringste Wachstum, der Durchschnittsgehalt lag in der Kategorie bei 36.036 Kronen (1.490 Euro).
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