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21 Sep
Trotz Krise: Tschechische Autoproduktion mit Wachstum

Während im Nachbarland Deutschland die Autoindustrie in einer ihrer größten Krisen steckt, konnten die tschechische Autobauer in den ersten acht Monaten dieses Jahres zumindest ein leichtes Plus ausweisen. Paradox insofern, weil der größte tschechische Autobauer Škoda Auto in der Hand des deutschen VW-Konzerns ist. Laut dem Verband der Automobilindustrie (SAP) haben die tschechischen Autobauer in dem o.g. Zeitraum um 1,4 Prozent mehr Autos produziert als im Vorjahr. Doch nicht alle Unternehmen konnten ihre Kapazitäten steigern.

Foto: Škoda/Press

Ausschlaggebend für das positive Ergebnis war die Produktion von Elektrofahrzeugen, die im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent auf 401.600 Fahrzeuge stieg. Davon waren 201.700 Fahrzeuge mit Hybridantrieb, 33.389 Plug-in-Hybride und 166.511 reine Elektrofahrzeuge.

"Die Kombination aus Investitionen und neuen Technologien ist ein Versprechen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit"

"Selbst während der Sommerferien kam der Motor der tschechischen Industrie nicht zum Stillstand. Trotz dieser Zeit, die Automobilhersteller traditionell für Anpassungen und Modernisierungen ihrer Betriebe oder die Vorbereitung der Markteinführung neuer Modelle nutzen, liegt das bisherige Produktionsvolumen weiterhin über den Vorjahresergebnissen", erklärte der Geschäftsführer des Verbandes, Zdeněk Petzl. "Vor allem die Kombination aus Investitionen globaler Marken in neue Technologien und Modelle ist ein Versprechen für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer Automobilindustrie", fügte er hinzu.

Škoda Auto mit sattem Plus

Der größte Automobilhersteller in Tschechien, Škoda Auto, produzierte von Januar bis August in seinen heimischen Werken 648.393 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 

Hyundai produzierte um ein Zehntel weniger Autos

Weniger gut lief es beim Automobilherstellers Hyundai in Nošovice (Noschowitz). Hyundai produzierte 173.060 Fahrzeuge, das sind 10,8 Prozent weniger als Vergleichszeitraum des Vorjahres. Davon waren nur 17 Prozent Elektrofahrzeuge. Die Hoffnung bei Hyundai ruht auf der neuen Generation seines Modells Tucson.

Leichter Rückgang auch bei Toyota, jedoch positive Zukunftsperspektive

Toyota Motor Manufacturing in Kolín produzierte 145.435 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 2,5 Prozent entspricht. Alle produzierten Fahrzeuge verfügten über einen Hybridantrieb. Das Werk bereitet sich gleichzeitig auf die Erweiterung der Produktion um ein reines Batterie-Elektroauto vor, das die Marke als erste in Europa in einem eigenen Toyota-Werk herstellen wird. Das neue Stadtmodell wird auf einer gemeinsamen Produktionslinie mit den Hybridmodellen Yaris und Aygo in Kolín und Valenciennes (Frankreich) hergestellt.

Fast alle Bushersteller konnten die Produktion steigern

Die Busproduktion in Tschechien stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 3.638 Fahrzeuge. 

Den größten Anteil am Wachstum hat traditionell Iveco Czech Republic in Vysoké Mýto (Hohenmaut), das 3.199 Busse produzierte. 

Das 1971 gegründete Unternehmen SOR in Libchavy (Lichwe) steigerte seine Produktion um 93 Prozent auf 425 Busse. 

Das Unternehmen KHMC aus Opava (Troppau) lieferte 14 Kleinbusse aus, das sind fünf Fahrzeuge weniger als im Vorjahr. 

Leichtes Plus auch beim Motorradherrsteller Jawa Moto

Der einzige heimische Serienhersteller von Motorrädern, Jawa Moto, produzierte 527 Maschinen, zwei mehr als im Vorjahr.



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