
Das BIP der tschechischen Wirtschaft ist im ersten Quartal laut dem Tschechischen Statistikamt (ČSÚ) um 2,2 Prozent gewachsen. Dies entspricht auch den Vorhersagen der Experten. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das BIP um 0,2 Prozent.

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Nach Angaben des ČSÚ vom Mai trug vor allem der Anstieg der Ausgaben für den Endverbrauch zum Anstieg des BIP im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei. Einen negativen Einfluss hatten hingegen die Bestandsveränderungen erwartungsgemäß in der Außenhandelsbilanz.
Realeinkommen überstiegen Ausgaben
"Im ersten Quartal stiegen die realen Einkommen der Haushalte im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent und der Pro-Kopf-Konsum der Haushalte um 2,9 Prozent", erklärte Vladimír Kermiet, Leiter der Abteilung für Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des ČSÚ. Im Vergleich zum Vorquartal stagnierte der Konsum etwas, während die Einkommen um 0,3 Prozent stiegen.
"Seit einem halben Jahr gilt bereits, dass die Realeinkommen der Haushalte pro Person schneller steigen als die Ausgaben. Das Wachstum der Realeinkommen wurde durch die florierende Wirtschaft und die niedrige Inflation gesichert, während die zurückbleibenden Ausgaben auf die Zurückhaltung der Verbraucher zurückzuführen sind“, erklärte Petr Dufek, Chefökonom der Creditas-Bank. "Von einem Kaufboom kann auch in diesem Jahr keine Rede sein", fügte er hinzu.
Spar- und Investitionsquote der Haushalte weitgehend unverändert
Das durchschnittliche monatliche Arbeitseinkommen von 53.132 Kronen (2190 Euro) lag um ein Prozent über dem des Vorquartals und um 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Sparquote der privaten Haushalte, also der Anteil des nicht konsumierten Einkommens, betrug 20 Prozent, was im Vergleich zum Vorquartal einem Rückgang um 0,1 Prozentpunkte entspricht, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch um 0,3 Prozentpunkte gestiegen ist. Die Investitionsquote der privaten Haushalte sank im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozentpunkte und stagnierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 10,4 Prozent.
Experten erwarten keine großen Veränderungen
"Die tschechische Wirtschaft stützt sich weiterhin auf ein starkes inländisches Fundament, was zu ihrer Widerstandsfähigkeit im aktuellen Umfeld erhöhter geopolitischer Unsicherheit beitragen dürfte. Wir halten daher ein Wachstum des inländischen BIP von rund zwei Prozent in diesem Jahr weiterhin für realistisch", fasste Jana Steckerová, Analystin bei der Komerční banka, die Daten zur Wirtschaftsentwicklung zusammen.
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