Web Analytics
16 Jul
Ota Pavel: "Der Tod der schönen Rehböcke"

Eine ebenso humorvolle wie melancholische Ode von Ota Pavel (1930-1973) aus einer entschwundenen Welt über einen schlitzohrigen und liebenswerten Vater, der nie um einen Ausweg verlegen ist. Das Buch, ins Deutsche übersetzt von Elisabeth Borchardt, erscheint im August im Verlag Klaus Wagenbach.

Das herzerwärmende Porträt eines Vaters: König der Staubsauger-, Kühlschränke- und Fliegenfängervertreter, weltbester Kaninchenzüchter, leidenschaftlicher Karpfenangler, selbsternannter Kunstexperte, würdevoller Schweinehirte und unzuverlässiger Verehrer seiner Frau.

Trotz ausgeklügelter Ideen und nie versiegender Energie scheitern sämtliche seiner zahlreichen Geschäftsunternehmungen. Aber kein Regime, kein Krieg kann seinen sprühenden Optimismus dämpfen. Selbst den deutschen Besatzern schlägt er mutig ein Schnippchen. Denn schließlich kann man immer noch gewinnen, wenn man schon verloren hat.

Der Autor: Ota Pavel, 1930 geboren, schrieb als Journalist des Prager Rundfunks Sportreportagen und reiste um die ganze Welt. Als Pavel von den Olympischen Winterspielen in Innsbruck berichten sollte, begegnete ihm der Legende nach der Teufel und befahl ihm, eine Scheune anzuzünden – er tat es. In der Psychiatrie empfahl ihm der behandelnde Arzt, seine Familiengeschichte aufzuschreiben. "Der Tod der schönen Rehböcke (Original: Smrt krasných srnců), 1971" wurde ein großer Erfolg. Pavel starb 1973 an einem Herzinfarkt und wurde neben seinem Vater auf dem Jüdischen Friedhof in Prag begraben.


Ota Pavel: "Der Tod der schönen Rehböcke". Berlin (Wagenbach) 2026.

ISBN: 978-3-8031-1393-1

Mehr über das Buch


Werbung/Inzerce


Kommentare
* Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website veröffentlicht.