Web Analytics
21 Apr
Staatsanwaltschaft: Bislang 2 vergiftete Hipp-Gläser in Brünn gefunden

Bislang deutet nichts darauf hin, dass es mehr als die ursprünglich gemeldeten sechs mit Rattengift vergifteten Gläschen mit HiPP-Babynahrung gibt, sagte Petr Lužný, Sprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft in Brünn, am 21. April. Über eine möglicherweise höhere Anzahl vergifteter Verpackungen hatten österreichische Medien berichtet. An dem Fall arbeiten Kriminalbeamte aus Südmähren, da zwei vergiftete Gläschen in Brünn gefunden wurden. Zwei weitere wurden in der Slowakei und eines in Österreich gefunden. Stationäre Geschäfte in Tschechien haben die Babynahrung vorübergehend aus dem Verkauf genommen, Online-Supermärkte hingegen nicht.

Bild: Site123/GettyImages

In Tschechien befassen sich Kriminalbeamte aus Südmähren, Gesundheitsbehörden sowie die Staatliche Agrar- und Lebensmittelinspektion (SZPI) mit dem Fall. Die beiden mit Rattengift kontaminierten Gläschen fanden die Behörden in einer Tesco-Filiale in Brünn. Bislang ist unklar, in welchen Konzentrationen das Gift darin enthalten war.

"Die Polizeibehörden aus Tschechien, der Slowakei, Österreich und Deutschland stehen miteinander in Kontakt. Da es sich um ein Strafverfahren handelt, ist es nicht möglich, Einzelheiten zu den Ermittlungsergebnissen zu nennen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass es mehr als sechs vergiftete Gläser gibt, wie ursprünglich berichtet wurde", erklärte Lužný.

Österreichische Medien, darunter der öffentlich-rechtliche Sender ORF, berichteten hingegen ohne Angabe einer Quelle, dass es bis zu zwölf vergiftete Gläser geben könnte. "Ich kann den Fund von zwei Packungen in Tschechien bestätigen, zu Informationen aus dem Ausland kann ich mich nicht äußern", fügte der Sprecher der südmährischen Staatsanwaltschaft hinzu.

Das deutsche Unternehmen Hipp erhielt Ende März eine E-Mail, in der der Erpresser laut der Wiener Tageszeitung Zeitung "Die Presse" zwei Millionen Euro (49 Millionen Kronen) forderte. Das Unternehmen bemerkte die Nachricht jedoch erst am 16. April und informierte daraufhin die Polizei. Als Grund für die Verzögerung gab das Unternehmen an, dass die E-Mail an eine allgemeine Adresse und nicht an den Posteingang eines bestimmten Mitarbeiters gesendet worden sei.

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES) wies darauf hin, dass die in Rattengiften enthaltenen Substanzen die Blutgerinnung hemmen und deren Verzehr zu Zahnfleisch- oder Nasenbluten, Blutergüssen oder Blut im Stuhl führen kann. In solchen Fällen muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.


Werbung/Inzerce


POWIDL-Newsletter 

Politik • Wirtschaft • Sport • Reisetipps • Kultur

Deutschsprachige News aus Tschechien alle 14 Tage kostenlos in Ihrer Mailbox!

Jetzt anmelden

Kommentare
* Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website veröffentlicht.