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14 Jul
Prags Planungsstadtrat eröffnet Diskussion über den Bau von Wolkenkratzern

Der 4. Vizebürgermeister von Prag, Petr Hlaváček, der selbst Architekt ist und dem Ressort für Raumordnung vorsteht, heizte in der Diskussionsreihe "Flow" des tschechischen Wirtschaftsmagazin e15 eine Debatte über die Errichtung von Wolkenkratzern an. Auslöser war der kürzlich verabschiedete Metropolplan, der derzeit reformiert wird.

Symbolbild: GettyImages

Ab September tritt in Prag der neue Metropolplan in Kraft, der vereinfachte Baugenehmigungsverfahren und das Potenzial für die Schaffung von bis zu 350.000 neuen Wohnungen mit sich bringen soll. Eines der brisantesten Themen während der vierzehnjährigen Vorbereitungszeit waren die Höhenbegrenzungen der Gebäude sowie die Suche nach Standorten, die den Bau von Hochhäusern erlauben. 

Flächenplan für geeignete Standorte, die den Bau von höheren Gebäude zulassen

"Wir gehen davon aus, dass es eine spezielle Änderung des Metropolplans geben könnte, die nach für Hochhäuser geeigneten Flächen sucht. Aktuell liegt die Grenze bei 100 Metern. Ich rechne damit, dass im Laufe des Jahres 2027 etwas diesbezüglich passiert", sagte Hlaváček und ergänzte, dass Neubauten streng an Architekturwettbewerbe gebunden sein werden, so wie es im Ausland üblich ist. 

"Am interessantesten ist der Osten der Stadt, Zahradní Město, Prag 9, aber auch Standorte im Süden in Richtung Brünn würden sich eignen. Ein ähnliches System hat beispielsweise Wien in den Randbezirken gewählt. Hochhäuser sind ein bisschen wie das Salz in der Suppe, man sollte es aber auch nicht überwürzen", argumentierte Hlaváček und wies darauf hin, dass es vor allem darauf ankommt, den richtigen Charakter der Stadt zu bewahren. Voraussetzung für Bauträger wird daher sein, dass solche Gebäude auch einen Mehrwert für das Umfeld schaffen. "Diese Hochhäuser müssen über öffentliche Einrichtungen, Sportanlagen oder Dienstleistungen verfügen, damit die Gesellschaft sie akzeptiert", so der Planungsstadtrat.

In 50 Jahren ein Ballungsraum für 4 Millionen Menschen

Laut Hlaváček muss sich Prag wie eine große Metropole verhalten. Die derzeitige Einwohnerzahl von 1,3 Millionen wird innerhalb von fünfzig Jahren auf zwei Millionen ansteigen, und wenn man den Ring der Mittelböhmischen Region mit einbezieht, handelt es sich um einen Ballungsraum für fast vier Millionen. 

Paris als Vorbild

Er äußerte jedoch keine Bedenken hinsichtlich einer zu hohen Bevölkerungsdichte und führte die französische Metropole als Beispiel an. "Paris hat eine Bevölkerungsdichte von etwa 210 Einwohnern pro Hektar, und alle bewundern, wie gesund man dort lebt, wie viel mit dem Fahrrad gefahren wird und dass es dort reichlich Grünflächen gibt. Prag hat heute im bebauten Gebiet lediglich 56 Einwohner pro Hektar". Die Stadt wird sich daher von innen heraus wandeln und die derzeitigen Brachflächen umgestalten müssen. 

Hlaváček wies auch darauf hin, dass der Ausbau der technischen und verkehrstechnische Infrastruktur konform gehen muss. Wenn das nicht gelingt, würde die Entwicklung stark eingeschränkt und es könnte zu gröberen Problemen kommen.

Quelle: Flow/e15


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