
Primoco UAV SE ist ein in Europa führender Hersteller von mittelgroßen, vollautonomen unbemannten Luftfahrzeugen und ein zugelassener militärischer Entwicklungs- und Herstellungsbetrieb für die Luftfahrt. Das Unternehmen ist der erste Betreiber weltweit, der die zivile Betriebsgenehmigung LUC SAIL III (Light Unmanned Certificate) der EASA für ein 150 kg schweres Starrflügelflugzeug erhalten hat. Das Flugzeug ist auch das einzige, das nach NATO STANAG 4703 zertifiziert ist. Um der großen Nachfrage zu entsprechen investiert Primoco UAV SE 750 Mio. Kronen (30,7 Mio. Euro) in ein neues Werk in Písek.

Primocos One 150
Bild: Primoco UAV
Das Unternehmen begann bereits 2024 mit der Planung der neuen Produktionsstätte und erhielt nun die Baugenehmigung. Die Fertigstellung sollte 2028 erfolgen. Der von Qarta Architektura entworfene Firmensitz wird ein Verwaltungsgebäude, eine Produktionshalle und einen Ausstellungsraum umfassen. Seit der Übernahme des Flughafens Písek-Krašovice im Jahr 2019 hat sich Primoco UAV laut Gründer und CEO Ladislav Semetkovský von einem einheimischen Hersteller unbemannter Fluggeräte zu einem globalen Akteur entwickelt. „Die neue Anlage in Písek wird diesem Wachstum nicht nur gerecht, sondern dank ihrer architektonischen Qualität auch eine moderne Produktionsstätte des 21. Jahrhunderts darstellen“, fügte er hinzu.
Im neuen Werk kann die Produktion verfünffacht werden
Des weiteren entstehen ein Hangar und Schulungseinrichtungen am nahegelegenen Flughafen in Krašovice. "Diese Anlagen sollen noch dieses Jahr fertiggestellt werden und zusammen mit dem neuen Werk ein umfassendes Technologie- und Logistikzentrum für das Unternehmen bilden", informierte das Unternehmen.
Primoco hat bisher 250 One 150-Drohnen produziert. In der neuen Produktionsanlage ist nach Fertigstellung die Herstellung von 300 Stück pro Jahr möglich, was einer Verfünffachung der herkömmlichen Produktion entspricht..
Drohnen werden nicht nur militärisch genutzt
Die Drohne kann bis zu 30 Kilogramm Nutzlast in Form von Kamerasystemen, Radargeräten oder anderen Sensoren transportieren und bis zu 15 Stunden in der Luft bleiben. Dank ihrer Konstruktion ist sie selbst unter extremen Bedingungen und in großen Höhen einsatzfähig, deshalb wird sie neben der militärischen Nutzung auch zur Brandüberwachung, zur mobilen Kommunikation, zur Unterstützung von Rettungseinsätzen bei Naturkatastrophen, zur Umweltüberwachung sowie zur Grenz- und Küstenüberwachung eingesetzt.
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