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07 May
Tschechen steuern mit Reiseeinschränkung der Teuerung entgegen

Wie in vielen anderen EU-Ländern, haben auch die tschechischen Haushalte mit erhöhten Ausgaben zu kämpfen. Und das, obwohl die Inflation zu Jahresbeginn noch unter zwei Prozent lag. Laut einer Umfrage der Agentur Ipsos im Auftrag von Home Credit, klagen derzeit 65 Prozent der Haushalte über höhere monatliche Ausgaben als noch vor einem Jahr. Hauptgrund sind laut der Umfrage gestiegenen Lebensmittelpreise und die allgemeine Teuerung. Gespart wird vor allem bei Reisen, aber auch bei Lebensmitteln und Kleidung. Home Credit veröffentlichte die Ergebnisse von 1041 Befragten. 

Symbolbild: GettyImages

"Die Daten zeigen, dass die meisten Haushalte heute höhere Ausgaben wahrnehmen, doch die Preissteigerungen wirken sich am stärksten auf Haushalte mit geringerem Einkommen aus. Bei Haushalten mit einem Einkommen von bis zu 30.000 Kronen (1.240 Euro) geben 29 Prozent der Befragten einen deutlichen Anstieg der Ausgaben an, während es bei Haushalten mit einem Einkommen von über 70.000 Kronen (2.900 Euro) nur acht Prozent sind. In der Altersgruppe sind es Menschen im Alter von 45 bis 53 Jahren die den Anstieg stärker wahrnehmen", erklärte Jaroslav Ondrušek, Chefanalyst bei Home Credit.

Lebensmittel sind der Preistreiber
Als Hauptgrund für die höheren Ausgaben nennen 65 Prozent der Befragten die Verteuerung von Lebensmitteln, 42 Prozent der Menschen erwähnen die allgemeine Teuerung. Höhere Preise für Energie, Verkehr und Dienstleistungen sind dann für 40 Prozent der Befragten der Grund für die steigenden Ausgaben.

Gespart wird bei Reisen, Lebensmittel und Kleidung
Die Haushalte reagieren auf die steigenden Ausgaben mit Sparbemühungen. Als Erstes streichen sie in der Regel Reisen, was 35 Prozent der Befragten tun; etwa ein Viertel der Haushalte versucht, bei Lebensmitteln und Kleidung zu sparen. Im Gegensatz dazu sparen nur fünf Prozent der Befragten bei der Gesundheitsversorgung.

Mehr als die Hälfte der Befragten würden zwischen 80 und 300 Euro mehr im Monat benötigen

Die Umfrage erfasste auch, wie viel zusätzliches Geld die Haushalte benötigen würden, um besser mit ihren Ausgaben auszukommen. Die häufigste Antwort lag bei einem Betrag zwischen 3.000 (124 Euro) und 5.000 Kronen (205 Euro) pro Monat, 58 Prozent der Befragten nannten eine Summe von 2.000 (82 Euro) bis 7.000 Kronen (288 Euro).

"Der häufigste Anstieg der Ausgaben sowie der Betrag, der den Haushalten helfen würde, liegen im Bereich von mehreren tausend Kronen pro Monat. Das zeigt, dass es sich bei einem Großteil der Haushalte nicht um einen dramatischen Einbruch handelt, sondern um einen langfristigen Druck auf das Budget, der nach und nach die finanziellen Reserven aufzehrt", fügte Ondrušek hinzu.


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