
Die tschechischen Rüstungsunternehmen können bereits auf das vierte Rekordjahr zurückblicken. Dank dem Ukrainekrieg blüht das Waffengeschäft und erreichte 2025 bereits ein Exportvolumen von knappen 5 Milliarden Euro. Hauptabnehmer ist die Ukraine selbst, aber auch viele andere Länder, die die Ukraine militärisch unterstützen, beziehen ihre militärischen Ausrüstungsgegenstände aus Tschechien.

Symbolbild: GettyImages
"Der Konflikt in der Ukraine trägt zu diesem Ergebnis bei. Viele Länder verfügen nicht über eine so gut entwickelte Rüstungsindustrie und möchten den ukrainischen Streitkräften helfen, weshalb sie in Tschechien Militärgüter kaufen und diese in die Ukraine liefern", erklärte Jiří Hynek, Präsident und Geschäftsführer des Verbandes der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie (AOBP), gegenüber dem Nachrichtenportal Novinky.cz.
Seit 2021 hat sich das Exportvolumen versiebenfacht
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Rüstungsexporte um 21,3 Milliarden Kronen (879 Mio. Euro), also um fast 23 Prozent. Im Vergleich zu 2021 hat sich der Exportwert mehr als versiebenfacht. Auslöser für dieses rasante Wachstum war eindeutig der Krieg in der Ukraine, der im Februar 2022 begann. Im vergangenen Jahr flossen 46 Prozent der Exporte im Wert von rund 53,1 Milliarden Kronen (2,2 Mrd. Euro) in die Ukraine.
Den größten Teil der tschechischen Exporte in die Ukraine, nämlich 64 Prozent, machte eine breite Kategorie aus, die Bomben, Raketen, Lenkwaffen und andere Sprengkörper umfasst. Dazu gehört auch Großkalibermunition, bei der Tschechien der größte Lieferant ist.
Neben der Ukraine sind die Niederlande und Bulgarien die größten Abnehmer
Das zweitstäkste Exportland waren die Niederlande, wohin Material im Wert von 11,7 Milliarden Kronen (483 Mio.Euro) geliefert wurde; auch hier handelte es sich vor allem um Munition. "Die Niederlande gehören seit langem zu den Ländern, die die Ukraine maßgeblich unterstützen. Schon in den vergangenen Jahren haben sie in Tschechien eingekauft und an die Ukraine geliefert", erklärte Hynek.
Es folgte Bulgarien, wohin Rüstungsmaterial im Wert von 10,7 Milliarden Kronen (442 Mio. Euro) exportiert wurde, vor allem Munition und Sprengkörper. Die Exporte in die Slowakei beliefen sich auf 7,9 Milliarden Kronen (326 Mio.Euro) und rund drei bis vier Milliarden Kronen (124 - 165 Mio. Euro) entfielen auf die Vereinigten Staaten, Polen, Ungarn und Großbritannien.
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