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23 Aug

Melancholisches Romandebüt in der Tradition des Nature Writings 

Anna Bolavá entführt die Leser*innen ihres Romandebüts "Der Duft der Dunkelheit" in eine südböhmische Kleinstadt mitten in der Natur, in der es unter der Oberfläche des Alltags unheilvoll brodelt. Es ist Sommer, warm und alles wächst und gedeiht: Linden, Ringelblumen, Königskerzen. Inmitten der Natur und Pflanzen ist Anna zu Hause und in ihrem Element. Denn ihre große Passion gilt den Heilkräutern, deren Sammeln, Trocknen und Verarbeiten fast schon ihr Leben bestimmt. Dies verbindet die Frauen der Familie bereits über Generationen hinweg und hat Annas Leben von Kindheit an geprägt. Doch hinter dem scheinbar idyllischen Leben im Haus der verstorbenen Großmutter verbergen sich die Schatten der Vergangenheit. Schnell entfaltet der Roman einen ungewöhnlichen Sog, und es entwickelt sich mitten im südböhmischen Sommer eine verhängnisvolle Geschichte von Rache, Verrat und einer rätselhaften Krankheit, aus der es kein Entrinnen gibt.


Anna Bolavá erzählt ganz im Stil des Nature Writings auf poetische und suggestive Weise von einer Heldin, die sich in der Welt der Kräuter verliert und ihrem eigenen Verderben entgegengeht.

"Das Buch ist so suggestiv geschrieben, dass man sich der Geschichte nicht entziehen kann." Christina Frankenberg, Tschechisches Zentrum Berlin

Bolavás Debutroman ist mittlerweile in 11 Sprachen übersetzt worden. 2016 erhielt sie dafür den tschechischen Literaturpreis Magnesia Litera in der Kategorie Prosa.


Anna Bolavá: "Der Duft der Dunkelheit". Halle an der Saale (Mitteldeutscher Verlag) 2022

ISBN 978-3-96311-651-3  

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