
Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 29. Juni den Vorschlag des Verkehrsministeriums zur Änderung des Straßengesetzes unterstützt. Die wichtigste Änderung betrifft die Abschaffung der automatischen Wertanpassung der Autobahnvignetten. Der Vorschlag wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Beratung vorgelegt. Die Änderung soll voraussichtlich am 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Bild: Ministerstvo dopravy ČR
"Seit 2023 ist der Preis einer Jahresvignette um 1.070 Kronen (44,20 Euro, Anm.), also um mehr als 70 Prozent, gestiegen. Nur wenige Waren oder Dienstleistungen haben sich im gleichen Zeitraum so stark verteuert. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem sich unsere Preise denen Österreichs annähern, das über ein besseres Autobahnnetz und eine deutlich höhere Kaufkraft seiner Bevölkerung verfügt. Ich halte diese Entwicklung für nicht richtig. Daher schlagen wir vor, den Preis der Autobahnvignetten im nächsten Jahr nicht zu erhöhen", sagte Verkehrsminister Ivan Bednárik.
Wenn die Abgeordneten die Änderung unterstützen, sollten die Preise für die Vignetten im Jahr 2027 auf dem gleichen Niveau wie in diesem Jahr bleiben:
Jahresvignette: 2570 CZK (106,23 Euro*)
30-Tages-Vignette: 480 CZK (19,84 Euro*)
10-Tages-Vignette: 300 CZK (12,40 Euro*)
Tagesvignette: 230 CZK (9,51 Euro*)
*) Umrechnungskurs vom 2.7.2026
Derzeit sieht die aktuelle Novelle Rabatte für emissionsarme Fahrzeuge vor, also Elektroautos, Wasserstofffahrzeuge, Plug-in-Hybride sowie CNG- und LNG-Fahrzeuge. Das Verkehrsministerium berücksichtigte damit Anmerkungen, die sich aus dem ressortübergreifenden Stellungnahmeverfahren und der anschließenden Diskussion mit der Europäischen Kommission zum Nationalen Konjunkturprogramm ergaben.
Gleichzeitig befindet sich auch ein Senatsvorschlag zur Änderung der Parameter der eintägigen Autobahnvignette im Gesetzgebungsverfahren. Dies sollte nicht an einen bestimmten Kalendertag gebunden sein, sondern wäre 24 Stunden ab Kaufdatum gültig. Der Staatliche Verkehrsinfrastrukturfonds als Verwalter des Systems der elektronischen Straßenschilder und das staatliche Unternehmen Cendis, das es im Auftrag des Landes betreibt, bereiten bereits die notwendigen Systemänderungen vor.
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