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12 Feb
EET wird wieder eingeführt, Kleinunternehmer können auf Pauschalsteuer ausweichen

Kleinunternehmer können ab 2027 wählen, ob sie eine Pauschalsteuer zahlen wollen oder der elektronischen Umsatzsteuererfassung (EET) unterliegen möchten. Darauf hat sich der Koalitionsrat der tschechischen Regierung geeinigt. Nach Angaben des Finanzministeriums wird die Alternative zur EET jedoch nicht mit der derzeitigen Form der Pauschalsteuer identisch sein. Finanzministerin Alena Schillerová (ANO) bereitet die Wiedereinführung von EET vor, die von der ehemaligen Regierung von Petr Fiala (ODS) abgeschafft wurde.

Bild: GettyImages

"Es wird eine Wahlmöglichkeit geben, umsteigen auf EET oder weiterhin die Pauschalsteuer", sagte Parlamentspräsident und SPD-Chef Tomio Okamura. Es sei nicht das Ziel, den bürokratischen Aufwand für Kleinunternehmer zu erhöhen. Die Umsatzgrenze, ab der Unternehmer wählen können, werde so festgelegt, dass sie nicht nur für Gelegenheitsunternehmer gilt, sondern auch für Gewerbetreibende, für die dies die Haupttätigkeit ist, fügte Okamura hinzu.

Details werden am 18. Februar bekannt gegeben

Das Finanzministerium präzisierte in einer Pressemitteilung, dass die EET eine flächendeckende Maßnahme mit wenigen Ausnahmen sein wird. "Der Koalitionsrat hat sich auf eine Kompromisslösung für die kleinsten Selbstständigen geeinigt, die die Möglichkeit einer Alternative zur EET erhalten. Diese wird jedoch nicht mit der derzeitigen vorteilhaften Form der Pauschalsteuer identisch sein, die weiterhin den registrierten Steuerzahlern vorbehalten bleibt", verlautbarte das Ministerium. Nach der Regierungssitzung erklärte Finanzministerin Schillerová, dass sie die Einzelheiten zur EET auf einer Pressekonferenz am 18. Februar vorstellen werde.

Die derzeit geltende Pauschalsteuer kann von Gewerbetreibenden in Anspruch genommen werden, die keine Mehrwertsteuer (DPH) zahlen und deren jährliches Einkommen aus ihrer Geschäftstätigkeit höchstens zwei Millionen Kronen (82.500 Euro) beträgt. Die Steuer wird in drei Stufen gezahlt, die sich nach der Höhe des Einkommens richten. Im Januar dieses Jahres waren rund 125.000 Personen für die Pauschalsteuer angemeldet.


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